Alte Brot- und Biermarken sind unscheinbare Massenware. Doch erzählen sie regionale Wirtschaftsgeschichte, wie eine neue Ausstellung in der Herrenmühle zeigt.

Birgit Speckle, beim Bezirk Unterfranken für Heimatpflege zuständig, nimmt eine Handvoll Brotmarken. Foto: Arkadius GuzyAls Kind hat er bei Festen vom Vater eine Wertmarke bekommen, die er gegen eine Limo eintauschen konnte, erinnerte sich Reimar Glückler im Museum. Chips für Einkaufswagen, Getränkebons und Stempelhefte beim Bäcker sind auch heute noch alltäglich. Sie haben zwei historische Vorläufer: Bier- und Brotmarken.

Zum Internationalen Museumstag wartete der Förderverein Heimatmuseum und Denkmalpflege erstmals mit dem "Mühlenfrühstück" auf.

Dabei handelt es sich um einen vielseitigen Morgen-Brunch, den der Museumsverbund bereits im 2014 in der Kreisstadt, in Aschach und Fladungen etablierte. Die Saalestadt blieb damals aus terminlichen Gründen außen vor.

Viele Zuhörer fand der Vortrag von Thomas Heiler über das Leben in der Barockzeit in der Region. Hammelburg war zur Zeit des Barocks die wirtschaftliche Säule der Fürstabtei Fulda.

Die Hammelburger Markthalle war mit über 50 geschichtlich Interessierten gut gefüllt, um Dr. Thomas Heilers Vortrag "Das Leben der Bauern, Bürger und Fürsten in der Barockzeit" zu hören. Christiane Schmid, 1. Vorsitzende des Förderkreises Stadtmuseum und Denkmalpflege Hammelburg e.V., stellte den Historiker vor.